Die Macht über die Macht des Denkens oder: Regen bestellen in der Wüste

regen_in_der_wuesteWo sind die Grenzen unserer Macht der Gedanken? Wie weit haben wir Macht über die Macht des Denkens? Wie weit können wir unser Umfeld oder uns selbst beeinflussen? Was geschieht im Gehirn? Die Hirnforschung hat hierzu viele Thesen, doch die genügen mir nicht, denn diese geben in der Regel nur Antworten darauf, in welchem Bereich des Gehirns was passiert. Nebst meinen persönlichen Erfahrungen suchte ich weiter nach Antworten. Wo sind die Grenzen im Außen? Wie weit wirkt die Macht der Gedanken wirklich? Wenn alles Energie ist, was können wir mit den Gedanken beeinflussen? Materie? Das Wetter? Was denkst du, können wir zum Beispiel Regen einfach bestellen?

Mit dieser Frage stoßen wir sicher an die Grenzen der Vorstellungskraft. Sie provoziert. Das ist jenseits der Logik, also genau die richtige Frage. Als Kind sah ich viele Indianerfilme. Ich liebte Indianer und war wie beseelt von ihnen. Indianer und Schamanen versuchten mit einem Regentanz Regen zu beschwören.

Doch was ist ein Regentanz? Und wie soll das gehen? Es handelt sich dabei um einen zeremoniellen Tanz, der in der Hoffnung aufgeführt wird, Regen auszulösen, um damit zum Beispiel die nächste Ernte zu garantieren. Ich habe bei meiner Recherche verschiedene Arten des Regentanzes in unterschiedlichen Kulturen gefunden. Ob im alten Ägypten oder bei amerikanischen Ureinwohnern. Noch heute tanzen Ende August, wenn es sehr trocken ist, in den südwestlichen Vereinigten Staaten indianische Stämme, um den Regen zu beschwören. Auch die Cherokee-Indianer aus dem Südosten (Appalachen) der USA führten Regentänze auf, um Niederschlag auszulösen und böse Geister zu vertreiben. Die speziellen Abläufe während des Tanzes wurden über Generationen mündlich weitergegeben. Doch wir müssen nicht einmal so weit reisen.

Eine Kundin von mir war in einem peruanischen Polo-Team, welches zwei Regenmacher angestellt hatte. Damit der Boden der Heimmannschaft nicht zu hart war und die Mannschaft spielen und siegen konnte, sorgten die Regenmacher für Regen. Alte Indianer kennen die Weisheit vergangener Zeiten und kommunizieren mit den Wolken und dem Universum. Wenig später regnet es. Europäer belächeln das eher. Du auch? Wir ticken da irgendwie anders und belächeln diese Vorstellung, statt einfach auszuprobieren. Doch warst nicht du auch schon ein Regenmacher mit deinen Gedanken? Immer wenn du deinen Schirm dabeihattest, regnete es nicht und umgekehrt.

Meine Tochter, fünf Jahre, glaubt fest an die Macht der Gedanken. Wenn es regnet, dann singt sie lautstark: »Oh, du goldigs Sünneli, tuä doch wieder schiinä!« (Oh, du goldene Sonne, bitte scheine wieder!). Sorry, doch meine Tochter ist wohl eine alte Indianerseele, denn sie hat es schon sehr oft geschafft, dass die Sonne wiederkam. Okay, mein Hirn sagt nun auch gerade: Zufall? Tja, lies doch mal weiter. Ich suchte nach einem »wissenschaftlichen« Experiment  und Beweisen für meine Frage.

Im Dokumentarfilm »Das Blaue Juwel – Ein Gespräch mit unserer Erde« fand ich meine Antwort. Der Autor, Oliver Hauck, startete im Juni 2011 mit dieser Idee. Allein durch die Macht der Gedanken, mit der Biorelativität, sollte es regnen. Würden wir Menschen es schaffen, es zu einem bestimmten Zeitpunkt, an einem bestimmten Ort regnen zu lassen? Er startete einen weltweiten Aufruf im Internet. Wann sollte es regnen: am 14. August 2011. Zeit: zwischen 15.00 und 16.00 Uhr Ort: Zürich? Wien? München? Nein, da regnet es ja sowieso.

Er entschied sich für die Sahara, südlich der Stadt Douz in der tunesischen Wüste! Innerhalb von sechs Wochen meldeten sich über 2.000 Menschen aus über 50 Ländern. Diese erklärten sich bereit, von ihrem jeweiligen Zuhause aus an diesem Projekt mitzuwirken. Oliver Hauck war überwältigt von der Anzahl der Teilnehmer. Er bat diese, den Regen zu fühlen und zu spüren, sowie liebevolle Gedanken zu den Regentropfen und auch an die anderen Teilnehmer zu senden. Dazu bekam jeder Teilnehmer eine vorproduzierte Wetteranimation. Diese sollte zusätzlich helfen, es sich besser vorstellen zu können. Ganz schön clever. Ein Kamerateam und Oliver Hauck gingen am 14. August 2011 nach Douz in die tunesische Wüste. Sie waren also live vor Ort. Hauck meditierte dazu exakt an dem Ort, an dem 2.000 Menschen sich hin fokussierten. Was geschah nun? Wie ist das Experiment ausgefallen? „

15.00 Uhr: kein Regen, blauer Himmel.

15.30 Uhr: Die Wüste wird im Himmel gelblich. „

15.45 Uhr: Aus unbekannten Gründen tauchen am Himmel plötzlich Wolken auf. „

16.00 Uhr: Die Wolken nehmen zu. „

16.30 Uhr: Die Wolken nehmen noch mehr zu. „

17.30 Uhr: Die Wolkendichte erreicht das Maximum.

18.00 Uhr: Die Sonne geht bald unter, die Wolken verziehen sich wieder. „

19.12 Uhr: Die Sonne ist untergegangen. Es hat nicht geregnet.

Für alle Realisten, die denken: »So ein Schwachsinn, ist ja gar nicht möglich!« Ich gratuliere dir und bestätige: »Du hast recht.« Doch mal ehrlich, woher kamen in der Sahara plötzlich Wolken? Das ist schon sehr ungewöhnlich. Was nun festgestellt wurde, war, dass an diesem Tag das Grundwasser aus unerklärlichen Gründen sprudelte wie verrückt. Die Beweisaufnahmen zeigen dies ganz deutlich. Brunnen füllten sich. Doch woher kam plötzlich das Wasser? Wir können uns das nicht erklären. Wenn wir das Experiment genauer betrachten, dann geschah im Grunde genau das. Das Wasser kam, nur es kam nicht von oben, sondern von unten. Das Element Wasser wurde sehr deutlich »gerufen« und im Boden sichtbar. Das Experiment brachte eine Veränderung im Grundwasser an dem fokussierten Ort hervor.

Die Menschheit ist also in der Lage, überall große Wechsel hervorzurufen. Dazu beeinflusst ein Regenexperiment wohlbemerkt nicht nur das Wasser, sondern auch Luft und Erde. Alles ist Energie und kann »gerufen« werden, wenn wir uns fokussieren und daran glauben. Urvölker und deren Schamanen riefen die Jahreszeiten und setzten diese in Bewegung. Sie riefen das Bewusstsein jedes beteiligten Elementes, sich bitte einzubringen. Total jenseits der Logik! Das Wasser war also da, und wenn wir so eine große Macht haben, dann frage ich mich an dieser Stelle: »Was denken denn die Amerikaner den ganzen Tag, dass sie so viele Wirbelstürme in ihrem Land haben?« (Das war bloß ein Witz!) Der Film gewann übrigens diverse Preise. Unter anderem »Best International Feature Documentary«, »Environmental Harmony Award« und den »Cosmic Cine Award 2012«.

Brauchst du noch ein Beispiel? Kennst du Gregg Braden? Er verknüpft in seinen Bestsellerbüchern Spiritualität und Wissenschaft auf eine vollkommen neue Art. Er nutzt die Synergien der neuesten wissenschaftlichen Entdeckung und der größten antiken geistigen Weisheit, die jahrhundertelang verloren schien. Seine Forschungsreisen in entlegene Bergdörfer, Klöster und Tempel aus vergangener Zeit sowie sein beruflicher Hintergrund als Geowissenschaftler und Raumfahrtingenieur ermöglichen es ihm, eine Brücke zwischen uralter Weisheit und moderner Wissenschaften zu schlagen.

Als Gregg Braden die Industrie verließ, zog er in die Hochwüste der USA in New Mexiko auf ca. 3.000 Metern. Die Hochkultur hat hier eine lange Tradition. Gregg wurde von einem Indianer und Freund namens David gefragt, ob er mitkommen möchte, an einen Kraftort, an dem seine Vorfahren um Regen gebetet hatten. Gregg erwartete nun einen langen Regentanz mit Singen und Musik. Doch das geschah nicht. David zog lediglich seine Schuhe aus, betrat barfuß einen Steinkreis. Er achtete und ehrte seine Vorfahren. Er sagte: »Alle meine Vorfahren sind jetzt bei mir.« Er schloss seine Hände zu einem Gebetsmantra und drehte Gregg für ca. 20 Sekunden den Rücken zu. Dann wollte David essen gehen. Gregg meinte: »Wolltest du nicht für Regen beten?« David: »Nein, ich habe nicht um Regen gebetet, denn so hast du anerkannt, dass es jetzt nicht regnet.

Das Geheimnis ist, dass du es fühlst, dass es schon geschehen ist. Ich fühlte den Regen, als sei er schon da und ich fühlte, wie ich mit bloßen Füßen im Schlamm bin, ich roch den Duft des frischen Regens. Ich fühlte das Maisfeld, weil es so viel geregnet hat. Und am Ende habe ich mich bedankt, dass es so viel geregnet hat. Ich war sehr dankbar.« Der Schlüssel ist somit: Es geht nicht um eine Beurteilung der Situation, sondern darum zu fühlen, was bereits geschehen ist. Bereits nach dem Mittagessen kamen dicke schwarze Wolken. Am Nachmittag begann es, nach einer langen

Dürre, wie aus Eimern zu regnen. Es regnete am Abend, in der Nacht und am Folgetag. Gregg kann nicht wissenschaftlich beweisen, dass David diesen Regen »bestellt« hat, doch es gibt eine sehr hohe Korrelation zwischen dem Fühlen und der Veränderung, die geschieht. Im April 2007 wandte sich der Premierminister von Australien, John Howard, an die Nation. »Wir haben kein Wasser mehr für unsere Felder, unsere Tiere und für die Ernten. Lasst uns beten.« Zu diesem Zeitpunkt waren Gregg Braden und Bruce H. Lipton in Melbourne unterwegs und hielten Vorträge zu dem genannten Thema.

Inspiriert von Greggs Geschichte (siehe auch »The Isaiah Effect«) riefen die anwesenden Politiker am Folgetag zum nationalen Regentag auf. Bevor die beiden Referenten Melbourne wieder verließen und Richtung Sydney flogen, begann es zu regnen. Und es regnete und regnete, auch in Sydney. Auch wissenschaftlich nicht beweisbar, dass es wegen dieser Gebete geregnet hat, doch es war wiederum eine hohe Korrelation, also eine Wechselbeziehung, aus dem, was gemacht wurde und dem, was dann folgte. Unsere Vorfahren haben gesagt, wir können zu den Elementen sprechen, zum Körper, zu unserem Umfeld, um Frieden zu erzeugen. Jenseits der Logik.

Ist es nicht verrückt, welche Macht unsere Gedanken haben können? Oder hat dir bei den letzten Zeilen dein Verstand eingeredet, dass dies unmöglich ist? Ich kann dich gut verstehen. Aus eigener Erfahrung weißt du, dass du vermutlich nur das glaubst, was du selbst ausprobiert hast. Ich lade dich hier und heute dazu ein, über deinen bekannten Tellerrand zu blicken und es mutig auszuprobieren. Du kannst mir deine Erfolge gerne mitteilen.

Mehr über dieses Thema finden Sie in meinem Buch: „Jenseits der Logik“: www.brunoerni.com/produkt-kategorie/buecher

 

 

2 Kommentare
    • Bruno Erni
      Bruno Erni sagte:

      Lieber Wolfgang

      Vielen Dank für deine Frage, dass freut mich sehr.
      Wie ernst deine Frage war, weiss ich jetzt nicht so ganz genau.

      Doch du findest Antworten in meinem Buch „Jenseits der Logik“ ab Seite 83.
      Auch Gregg Braden hat dieses Phänomen versucht wissenschaftlich zu untersuchen, siehe Seite 87.

      Ich hoffe dir helfen diese Angaben und wünsche dir eine gute Woche

      Lieber Gruss
      Bruno

      Antworten

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