Der Geist ist stärker als die Materie

Ich lese gerade eines der Bücher von Clemens Kuby.
Im Mai 1981 erlitt er durch einen Fenstersturz eine Querschnittslähmung. Nach einer Spontanheilung gelang ihm der Weg zurück ins Leben und wurde wieder gesund. Beachtlich, denn wir gehen ja davon aus, dass das unmöglich ist. Auf Seite 70 in seinem Buch „Unterwegs in die nächste Dimension“ schreibt er folgendes:

„Ich selbst habe mich nur mal so zum Spass auf die ganz pragmatische, opportunistische Frage eingelassen, was sich leichter ändern liesse, um mich wohl zu fühlen: die äusseren Bedinungen oder mein Knowledge Frame (Wahrheit in der Wahrnehmung)? Wenn mein Wohlgefühl nicht von meinem Geist bestimmt wird, sondern von äusseren materiellen und körperlichen Bedingungen, dann wird mein Wohlbefinden fremdbestimmt und ich bin quasi ohnmächtig. Wenn andere nicht nett zu mir sind, wenn sie mir für meine Leistung nicht die erwartete Anerkennung zollen, wenn die Umstände mein Vorhaben vereiteln, dann geht es mir schlecht.

Wenn ich umgekehrt jedoch davon ausgehe, dass der Geist stärker ist als die Materie, lässt sich vieles ändern, um sich wohl zu fühlen. Ich könnte zum Beispiel mein Vorhaben abändern, das nicht funktioniert; ich könnte meine Erwartungen verändern, deren Nichterfüllung mich frustriert: ich könnte das, was ich für wahr halte, in Frage stellen und ebenso das, was ich für nicht wahr halte. Ich könnte mit meinem Geist eine Menge anstellen, wenn ich ihn beweglich halten und ihm die höchste Kompetenz für mein Wohlbefinden zuschriebe.“

Vorstellungskraft ist stärker als Willenskraft!

Herzliche Grüsse
Bruno Erni